Alpin Notruf: 140
Gemeinsame Übung der Bergrettung Lackenhof und der Höhlenrettung NÖ

Gemeinsame Übung der Bergrettung Lackenhof und der Höhlenrettung NÖ

Die Ötscher-Tropfsteinhöhle in Gaming ist ein beliebtes Ausflugsziel und verzeichnete heuer etwa 3700 Besucher.

Die Bergrettung Lackenhof und die Höhlenrettung NÖ haben hier nun eine gemeinsame Übung abgehalten. Insgesamt 36 ehrenamtliche Kameraden (14 Bergretter und 22 Höhlenretter) übten an verschiedenen Schauplätzen in der Höhle

  • Verletztentransport mit der Trage im Höhleninneren
  • Erste Hilfe mit besonderem Augenmerk auf Unterkühlung
  • Behelfsmäßige Bergemethoden für die ebenfalls anwesenden Höhlenführer

Ebenfalls Inhalt der Übung war die Koordination und die Kommunikation zwischen Berg- und Höhlenrettung mit dem Ziel, im Ernstfall gemeinsam die rasche Rettung aus einer Höhle durchführen zu können.

Fotos: © ÖBRD

Bergrettung setzt auf Teamwork

Bergrettung setzt auf Teamwork

In der Ortsstelle Triestingtal der Bergrettung Niederösterreich/Wien wurde am Samstag den 29. September 2018 eine Fuchsjagd als Probeballon gestartet. In einer sogenannten Clusterübung wurden die Kräfte dreier Ortsstellen vereint. Damit will sich die Rettungsorganisation weiter auf aktuelle und zukünftige Einsatzsituationen vorbereiten.

Vermehrt Einsätze unter der Woche und immer weniger Bergretter, die spontan vom Arbeitsplatz einrücken können. So sieht die Realität für das alpine Freiwilligenwesen in Niederösterreich aus. Mit sogenannten Clusterübungen will die Landesleitung diesem Umstand entgegensteuern. „Wir stärken damit das Teamwork zwischen benachbarten Ortsstellen. So sollen Engpässe in der Mannschaft bei personalintensiven Einsätzen verhindert werden“, erklärt Landesleiter Matthias Cernusca.

In der Tat hat eine einzelne Ortsstelle etwa bei Such- oder Lawineneinsätzen unter der Woche oft Schwierigkeiten, genug Bergretter für eine Mannschaft aufzustellen. Ab nun soll in solchen Fällen auch die benachnarte Ortsstelle alarmiert werden. Die gemeinsamen Übungen dienen dazu, die Gebietskenntnisse der Nachbarn auszuweiten oder zu vertiefen.

Fuchsjagd als Premiere
Die Premiere im Triestingtal wurde als Fuchsjagd organisiert, bei der die Themen Orientierung, Funk und Einsatzplanung im Mittelpunkt standen. Knapp 40 Bergretter und Bergretterinnen aus den Ortsstellen Pernitz, Triestingtal und Wienerwald Süd nahmen daran teil. Bei herrlichem Wetter suchten acht Teams nach dem Fuchs, der vom Triestingtaler Ortsstellenleiter Bernhard Lindenberg und seinem Kameraden Matthias Lang dargestellt wurde.

„Wir sind immer häufiger mit Sucheinsätzen in unseren Gebieten konfrontiert. Da auf Hilfsmittel wie GPS und Handyortung nicht immer Verlass ist, sind Menschen wichtig, die sich mit einer Karte aus Papier und einem Kompass auskennen und Gebietskenntnis haben. So können wir unsere Arbeit effizienter erledigen und in Not geratenen Personen schneller helfen“, sagt Lindenberg über den Hintergrund der Übung.

Bei der Fuchsjagd wurde die korrekte Funksprechweise und das Orientieren im Gelände mit einer Karte gefestigt und die Bergretterinnen und Bergretter lernten neue Kameraden aus den Nachbarortsstellen kennen. Als Vorlage diente dabei das Brettspiel Scotland Yard. Acht Teams aus je vier Bergrettern wurden zu verschiedenen Startpunkten rund um den Schöpfl gebracht, wo nach Freigabe der Übungsleitung das Spiel startete. Zuerst gab der Fuchs seinen Standort mit Koordinaten bekannt, danach alle anderen Teams. Das Gitternetz einer 1:50.000-Karte diente als Spielbrett.

Die Teams und der Fuchs durften sich pro Spielzug immer nur um ein Gitterfeld weiterbewegen. Per Funk koordinierten sich die Bergretter untereinander und mit der „Einsatzleitung“ in der Zentrale, die den Standort des Fuchses ebenfalls nicht kannte. So versuchten die Teams Zug um Zug, den Fuchs in die Enge zu treiben. Nach etwa vier Stunden wurde der Fuchs von einem Team geschnappt. Die süße Trophäe, ein aus verschiedenen Süßigkeiten zusammengebastelter Fuchskopf, wurde beim gemeinsamen Abendessen auf dem Peilsteinhaus aber kameradschaftlich geteilt.

Fotos: © Georg Krewenka / ÖBRD

Grenzenlose Übung

Grenzenlose Übung

„Grenzenlose“ Übung am Trefflingfall

Am beliebten Wanderziel Trefflingfall grenzen die Einsatzgebiete der Bergrettungen Lackenhof (Gebiet West), Kirchberg und Annaberg (Gebiet Mitte) aneinander.

Mitte September übten unter der Federführung der Canyoning-Gruppe insgesamt 35 ehrenamtliche Bergretterinnen und Bergretter dieser Ortsstellen drei Rettungsszenarien beim stark wasserführenden Wasserfall und in der Erlauf.

Bei dieser ortsstellen- und gebietsübergreifenden Übung konnte die Zusammenarbeit trainiert werden, um auch im Ernstfall gemeinsam eine rasche Rettung aus dem kalten Wasser zu ermöglichen.

Fotos: © ÖBRD

Bergrettung übt Großalarm in Schottwien und in Pernitz

Bergrettung übt Großalarm in Schottwien und in Pernitz

Einmal im Jahr übt die Bergrettung Niederösterreich/Wien das Zusammenspiel verschiedener Ortsstellen bei einer Gebietsübung. Am Sonntag, den 22. April, war das Gebiet Süd an der Reihe. In Schottwien und in Pernitz rückten 98 Bergretter für dieses Training aus.

Kann eine Ortsstelle eine Aufgabe alleine nicht bewältigen, wird Gebietsalarm ausgelöst. So ein Fall bedeutet auch erhöhten Aufwand in der Einsatzzentrale, da größere Mannschaften und oft mehrere Einsätze koordiniert werden müssen. Diese Aufgabe wurde bei zwei voneinander unabhängigen Szenarien trainiert.

52 Bergretterinnen und Bergretter der südlicher gelegenen Ortsstellen Aspang, Schottwien, Semmering, St. Corona, Mönichkirchen, Puchberg und Reichenau übten die Suche, Bergung und Erstversorgung von abgestürzten Gleitschirmpiloten im unwegsamen, felsigen Steilgelände in Schottwien. Unterstützt wurden die Mannschaften dabei vom mobilen Arbeitsplatz des Notruf Niederösterreich 144 sowie von der Feuerwehr Maria Schutz und dem Roten Kreuz Gloggnitz.

In Pernitz übten 46 Männer und Frauen der Ortsstellen Hohe Wand, Grünbach, Wien, Wienerwald Süd, Triestingtal und Pernitz die Bergung mehrerer zum Teil schwer verletzter Personen aus felsdurchsetztem Gelände und zweier Kletterer aus einer Felswand.

Canyoning-Gruppe bei Katastrophenschutz­übung

Canyoning-Gruppe bei Katastrophenschutz­übung

Unsere Canyoning-Gruppe hat am 14. April gemeinsam mit der Wasserrettung, mehreren Suchhundestaffeln, sowie dem Bundesheer am Ratzersdorfer See in Sankt Pölten geübt:

Übungsannahme war ein Hochwasser nach lange anhaltenden und großflächigen Regenfällen, welche die Landeshauptstadt teilweise unter Wasser gesetzt haben. Die Canyoning-Gruppe kommt überall im schwierigen Gelände zum Einsatz, wo entweder am Weg zum Wasser oder im Wasser auch Seiltechnik erforderlich ist, und so haben neun Kameradinnen und Kameraden dieser Bergrettungs-Spezialgruppe die Wasserrettung bei den Szenarien unterstützt. Das Hauptaugenmerk war dabei auf die Zusammenarbeit der
einzelnen Organisationen gerichtet.

Vielen Dank der Österreichischen Wasserrettung, Landesverband NÖ, für die Einladung zu dieser perfekt geplanten und organisierten Übung!

Lawinenhunde­ausbildung International: Niederösterreichische Bergretter zu Gast bei Tschechischer Bergrettung

Lawinenhunde­ausbildung International: Niederösterreichische Bergretter zu Gast bei Tschechischer Bergrettung

Auf  Einladung des Tschechischen Bergrettungsdienstes „Horská služba ČR“ und durch Vermittlung des Lawinen- und Suchhundereferenten des Bundesverbandes des ÖBRD, Sepp („Seppolo“) Lederhaas, nahmen die Lawinenhundeführer Ernst KÖLCH, Ortsstelle Lackenhof, mit seinem sehr erfahrenen Hund „Gsena“ (9 Jahre)  und Michael PRATTES, Ortsstelle Aspang, mit Hund „Mika“ (4 ½ Jahre), an einer Lawinenhundeausbildung im Riesengebirge teil. Tiefwinterliche – fast sibirische Bedingungen – haben Bergretter und Hunde hart gefordert. Ziel war es neben dem gegenseitigen Kennenlernen, einen Erfahrungsaustausch zu pflegen und voneinander zu lernen. Die Umgebung des höchsten Berges Tschechiens, der Schneekoppe, 1603 m, ein Grenzberg zu Polen brachte auch Begegnungen mit polnischen Bergrettern. An der einwöchigen Ausbildung nahmen  25 Hundeführer aus Tschechien, die beiden österreichischen Hundeführer und zwei slowakische Hundeführer teil. In Summe waren mit den Figuranten und Helfern 45 Retter beteiligt, wobei das Bergrettungssystem in Tschechien aus einer Symbiose von freiwilligen und staatlichen Rettern besteht.   

Die Rettungshunde werden in Tschechien von den Bergrettern selbst gezüchtet und sind eine Kreuzung von Wolf und Schäferhund, also sehr kräftige Tiere. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Rüden, die allerdings nur neun Jahre im Dienstbetrieb eingesetzt werden. Derzeit sind in Tschechien 27 Bergrettungs-Suchhunde im Dienst, in NÖ sind es 16. Tschechien ist ca. viermal so groß wie NÖ, allerdings ist die Anteil am Bergland in NÖ entsprechend größer. Von der flächendeckenden Versorgung gibt es also keinen Unterschied. In Bezug auf Lawinenereignissen ist NÖ gefährdeter bzw. es sind üblicherweise mehr Lawinenabgänge in NÖ zu verzeichnen.

Große Schneemengen führten bei der Übung im Riesengebirge dazu, dass hauptsächlich die Suche von Tiefenverschüttete , d.h. Verschüttungstiefen über zwei Meter, gesucht wurden und dies auf einem extrem großen Lawinenfeld. Alles zusammen eine riesengroße Herausforderung für Mensch und Tier. Auf Grund von Sturm und starker Schneefall musste auf Hubschrauberunterstützung verzichtet werden. Ernst Kölch meinte: „Das Riesengebirge hat uns mindestens 110 % abgefordert!“

Die Aufnahme durch die tschechischen Bergrettungskollegen war sehr freudlich und sehr herzlich, eine wahre gelebte Bergkameradschaft. Auch sprachlich war es kein Problem, viele Tschenen sprechen sehr gut Deutsch. Und auch die Hunde verstanden sich hervorragend, beim Bellen gibt es offenbar gar keine Fremdsprachen.

Link: https://www.horskasluzba.cz/