Am zweiten Augustwochenende fand im Taglesbach eine intensive und praxisnahe Canyoning-Übung der Bergrettung Niederösterreich/Wien in enger Zusammenarbeit mit der Bergrettung Steiermark statt. Die eintägige Übung diente dazu, die technischen Fertigkeiten der Einsatzkräfte zu vertiefen, die Schlucht und ihre Notausgänge kennenzulernen und den Austausch zwischen den beiden Landesorganisationen zu fördern. Auch der Vizepräsident der Bergrettung Österreich, Michael Miggitsch, von der Bergrettung Steiermark, nahm an der Übung teil.
Unsere Landesleiter-Stellvertreterin Simone Radl, zeigte sich beeindruckt von der harmonischen und effizienten Zusammenarbeit der gemischten Gruppe aus Niederösterreich und der Steiermark:
Als „Patientin“ in der Trage konnte Simone Radl die Bergung aus der Schlucht aus einer besonderen Perspektive erleben. „Im Fokus stand ja nicht die Patientenversorgung, sondern der Abtransport durch die Schlucht. Fazit ist in vier Worten kurz zusammengefasst: sicher, schnell, hochkompetent und gleichzeitig sehr schonend. Ich habe mich sehr gut und sicher aufgehoben gefühlt, wurde durchgehend betreut und ins Bild gesetzt, was passiert bzw. wurde nach dem Befinden gefragt – das heißt, ich hatte ständig Kontakt zu einem Retter,“ so Radl weiter.
Das Einsatzmaterial für die Übung wurde von der Ortsstelle Mitterbach zur Verfügung gestellt, was den praktischen Ablauf der Übung maßgeblich unterstützte. Gustav Schachinger, Leiter der Canyoningretter und das gesamte Team erhielten Lob für ihre herausragende Leistung und hohe Motivation in diesem speziellen Einsatzbereich.
Die Übung im Taglesbach war nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Bergrettungsorganisationen Niederösterreich/Wien und Steiermark. Der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die praktische Anwendung von Rettungstechniken unter realen Bedingungen tragen maßgeblich zur Sicherheit und Effizienz zukünftiger Einsätze bei.
Fotos: © ÖBRD




