Alpin Notruf: 140
„Wir müssen auch an unsere eigene Sicherheit denken“

„Wir müssen auch an unsere eigene Sicherheit denken“

Die Bergrettung hilft im Gebirge weiter wo für andere Schluss ist. Doch was, wenn die Retter dadurch selbst in eine Notsituation kommen? Für Landeseinsatzleiter Martin Gurdet steht der Schutz der Mannschaft über halsbrecherischen Rettungsaktionen.

Sechs verletzte Bergretter aus der Steiermark und Niederösterreich durch Blitzschlag an einem Klettersteig – das ist die Bilanz eines Einsatzes im Juli am Hochkar. Die verletzte Person wurde bereits vom Hubschrauber aus der Wand geflogen, die Mannschaft befand sich nach der Rettungsaktion im Abstieg als der Blitz einfuhr. Zum Glück kamen alle mit leichten Blessuren davon.

Schauplatzwechsel. Es war im Jänner als es in Hohenberg nicht mehr zu schneien aufhörte. Bei Lawinenwarnstufe vier kam die Meldung über zwei vermisste Schitourengeher. Eine Suchmannschaft formierte sich, die Retterinnen und Retter wollten ihr Bestes geben. Nach einer Risikobewertung durch den Einsatzleiter gab es dann genaue Vorgaben wo gesucht werden könne und welche Bereiche als „No Go Areas“ eingestuft waren. Dass dabei die Wahrscheinlichkeit, die Vermissten noch lebend zu finden sank, nahm er in Kauf, doch zugleich sank dabei auch das Risiko für die Bergretter, selbst von einer Lawine erfasst zu werden.

Risikobeurteilung vor jedem Einsatz
Zurück in den Sommer. Martin Gurdet, Landeseinsatzleiter der Bergrettung Niederösterreich / Wien und selbst Bergretter in der Ortsstelle Grünbach, schildert das Problem so: „Natürlich wollen wir unser Bestes geben und den Menschen helfen, wenn sie in einer Notsituation sind. Sich halsbrecherisch in den Einsatz zu stürzen bringt aber niemandem etwas.“ Ein Einsatzleiter müsse vor jeder Aktion das Risiko für seine Mannschaft abwägen und entscheiden ob es verantwortlich ist, sich einer Gefahr auszusetzen. Jeder Bergretter und jede Bergretterin trägt dabei auch eine Eigenverantwortung und schätzt das Risiko für sich selbst ein. „Im Einsatzfall sind wir natürlich bereit an die Grenzen des Zumutbaren zu gehen um Menschen aus misslichen Lagen zu befreien“, so Gurdet.

Er erzählt von einer Begebenheit an der Hohen Wand. Er selbst hatte an einem Sommertag Dienst und bemerkte ein herannahendes Gewitter über Rax und Schneeberg. Kurze Zeit später zuckten auch über seinem Dienstgebiet die Blitze vom Himmel und Hagelgeschosse zerplatzten an den Felsen. Als das Unwetter vorüber war kam der Notruf von vier Klettersteiggehern, die das Gewitter im Gebirgsvereinssteig überstanden und nun Hilfe benötigten, da sie auf den nassen Felsen nicht mehr weitergehen konnten. „Die Leute warteten im unteren Abschnitt des Steiges auf unsere Hilfe. Warum sie trotz des herannahenden Gewitters in den Klettersteig einstiegen entzieht sich unserer Kenntnis“, erzählt der erfahrene Bergretter und fährt fort: „Auch hier war eine Risikoanalyse durchzuführen, die bei weiteren Blitzeinschlägen eine Unterbrechung der Rettung bedeutet hätte. Zum Glück für die vier Bergsteiger hat schon wieder die Sonne geschienen und die Gewitterzelle war in sicherem Abstand, als wir zum Einstieg kamen.“

„Können auch mal nicht kommen“
Gurdet appelliert an die Eigenverantwortung der Bergsteiger sich erst gar nicht in Situationen zu begeben, die möglicherweise eine Rettungsaktion nach sich ziehen könnten. Oft kämen Bergsteiger unverschuldet in Schwierigkeiten, aber oft hätten in Not geratene ihre Situation im Vorfeld vermeiden können, wenn sie sich den Umständen und ihren Fähigkeiten entsprechend verhalten hätten. Die Bergrettung kann durch Mannschaftsstärke und Fähigkeiten schwierige Situationen meistern um in Not geratenen Menschen am Berg zu helfen. Doch wenn die äußeren Umstände eine Rettungsaktion einfach nicht zulassen könne er es als Einsatzleiter nicht verantworten, seine Leute einer zu großen Gefahr auszusetzen. „Wir können auch mal nicht kommen. Das muss allen auch klar sein. Wir müssen auch an unsere eigene Sicherheit denken“, stellt Gurdet unmissverständlich klar.

 Gewitter im Gebirge

Ein Gewitter in den Bergen zählt zu einer der gefährlichsten Situationen. Daher trägt sorgfältige Tourenplanung, das Einholen des Wetterberichtes und das Beobachten des Wetters auch während der Tour, eine auf das Wetter abgestimmte Tourenplanung, die daraus resultierende Bekleidung und Ausrüstung, wesentlich zur vorbeugenden Unfallverhüttung und zu einem schönen erholsamen Bergerlebnis bei.

Sollte man trotz gewissenhafter Vorbereitung von einem Unwetter überrascht werden kann man einige Maßnahmen treffen. Der alte Volksglaube bei einem Gewitter: „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“ ist ein gefährlicher Unsinn! Kein Baum schützt vor Blitzschlag, im Gegenteil – sehr oft schlägt der Blitz in Bäume ein!

Maßnahmen bei Gewitter im Gebirge

  • Wettervorhersagen im Voraus einholen, aber auch während der Tour.
  • Die Wetterentwicklung beobachten.
  • Aus Haufen-, bzw. Quellwolken entwickeln sich Wärmegewitter, die am frühen Nachmittag sowie am Abend möglich sind. Besteht diese Gefahr, ist eine Tour so zu planen dass sie möglichst früh abgeschlossen ist oder man einen schützenden Bereich erreicht hat (Hütte, offene Unterstände sind NICHT sicher!).
  • Häufig entwickelt sich beim Durchzug einer Kaltfront vor dieser ein Frontgewitter, es bringt einen Wettersturz mit sich. In diesem Fall sind kurze Touren zu planen die man jederzeit abbrechen kann.
  • Beobachtet man ein sogenanntes Wetterleuchten (Blitze am Horizont, kein Donner zu hören) ist die Gewitterzelle noch ca. 18 Kilometer entfernt. Selbst in diesem Fall ist die Tour vorzeitig abzubrechen oder ein geschützter Bereich aufzusuchen, da bis zu einer Entfernung von fünf Kilometern Entfernung vom Gewitter-Zentrum Blitze einschlagen können.
  • Rechtzeitig exponierte Stellen, Gipfelkreuze, Grate, hohe einzeln stehende Bäume meiden, große weite Flächen, wasserführende Bereiche, morastige Flächen, verlassen.
  • Ausrüstungsgegenstände aus Metall weit entfernt deponieren.
  • Wenn möglich auf einer isolierenden Ausrüstung (Rucksack, Kletterseil) mit geschlossenen Füssen (keine Schrittstellung!) kauern, möglichst klein machen. Nicht Stehen, Gehen, Laufen sowie auf dem Boden liegen.
  • An versicherten Klettersteigen mit Selbstsicherung an Steigbügeln gesichert bleiben, Drahtseile meiden!
  • Auch flache nasse Höhlen und Überhänge, bieten keinen Schutz! Die Höhle soll mindestens drei Meter tief sein wobei man sich nicht an die Höhlenwand setzen soll (eine Körperlänge Abstand!)
  • Keine Gruppen bilden!

Blitzschlag und die Folgen

Wird man direkt von einem Blitz getroffen hat man nur geringe Überlebenschancen. Das Verletzungsbild gleicht einem Stromunfall. Die möglichen Folgen sind

  • Herzstillstand
  • Kammerflimmern
  • Bewusstlosigkeit
  • Atemstillstand
  • Verbrennungen
  • Lähmungen
  • Knochenbrüche und andere Verletzungen
  • Seh- und Gehörstörungen
  • Veränderungen der Persönlichkeit

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Wie bei jedem Unfall ist auch bei einem Blitzunfall rasche Erste Hilfe wichtig. Da bei einem Blitzschlag in erster Linie der Kreislauf beeinträchtig wird, ist die Atmung und die Bewusstseinskontrolle die erste Maßnahme. Der Notruf 140 (Bergrettung) ist sofort abzusetzen da ärztliche Behandlung auf jeden Fall nötig ist (Herzrhythmusstörungen?). Bei Herzstillstand ist mit der Herzmassage sofort zu beginnen, nach 30 Herzdruckmassagen sind 2 Atemspenden abzugeben. Verbrennungen und Verletzungen werden steril abgedeckt. Der Patient ist vor Unterkühlung zu schützen.

Fotos: Symbolbilder © ÖBRD, Bruno Glätsch (Pixabay)

Woher kommen die steigenden Einsatzzahlen? (mit Video-Link und Tipps)

Woher kommen die steigenden Einsatzzahlen? (mit Video-Link und Tipps)

Der langjährige Bergretter und Experte Hubert Köttritsch (Ortsstelle Amstetten) spricht in ORF NÖ Heute (Video-Link) an, was viele unserer 1.300 Bergretter/innen derzeit bewegt und in Atem hält. Unsere Rettungsorganisation hat angesichts der schönen Tage und des guten Wetters Hochkonjunktur. Wie die Einsatzstatistik in diesem Jahr aussieht und was zu dem drastischen Anstieg geführt hat, lest Ihr hier. Außerdem findet Ihr hilfreiche Tipps unserer Redaktion.

In Summe waren es 540 Mal, dass Bergretterinnen und Bergretter in Niederösterreich im ersten Halbjahr 2019 ausrücken mussten. Das sind bereits drei Viertel der gesamten Einsätze des letzten Jahres – da waren es laut Statistik der Bergrettung NÖ/W 720 Mal in Summe. Das Kuratorium für alpine Sicherheit – es erhebt die Alpinunfalldatenbank gemeinsam mit der Alpinpolizei BM.I halbjährlich – hat festgestellt, dass ein Drittel aller Notrufe von unverletzten Bergsteigerinnen und Bergsteigern ausgehen. Das liegt einerseits an der schlechten Vorbereitung hinsichtlich der Wetter- und Tourenplanung, andererseits ist dies unzureichender Ausrüstung oder Kondition des Notrufers/der Notruferin geschuldet. Wiederum ist auch eine gute Ausrüstung kein Garant für eine vorfallsfreie Tour, denn oftmals fehlt es an Wissen, wie Klettersteigset, Selbstsicherung oder Seil zu handhaben sind.

Tipp: Unser Tipp lautet daher sich so oft als möglich an Kursen der Bergsportorganisationen wie dem Alpenverein anzuschließen und sich nachhaltiges Wissen anzueignen. Oft ist man in Notfallsituation so auf die eigene Unversehrtheit konzentriert, dass man die einfachsten Griffe, wie die Bedienung eines Klettersteigsets vergisst. Die Tourenplanung und das Studieren des Wetters hat jedenfalls am Vorabend zu erfolgen, sodass noch genügend Zeit zum Umdisponieren bleibt. Wenn kein oder schlechtes Vorwissen über die bevorstehende Tour besteht, empfiehlt es sich mindestens eine Wanderkarte des Alpenvereins oä. (1:25000 oder detaillierter) zu organisieren und zusätzlich GPS fähige Mobiltelefone und/oder Tracking Uhren mitzuführen. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass Datenverbindungen im Gebirge oft und gerne abreißen – eine mehrheitliche Absicherung durch Karte, Kompass und diverse Mobiledevices ist daher empfohlen.

Unsicherheitsfaktor Wetter?

Was viele noch von ihren bergaffinen Großeltern mit auf den Weg bekommen haben, gerät heute im Lichte des großen Zeit- und Freizeitstresses in Vergessenheit: Das Wetter kann in den Bergen blitzschnell umschlagen. Das hängt vor allem mit der Topographie und den Temperaturunterschieden in gebirgigen Regionen zusammen. Alle Schneeberg-erfahrenen Bergsteiger/innen zum Beispiel wissen, dass das Wetter hier immer eine konstante Unsicherheit birgt; Wind, Regen, Schnee und Sturm können auf der Fischerhütte plötzlich auftreten, wovor in Puchberg gerade noch strahlender Sonnenschein vorgeherrscht hat.

Wie verhält es sich mit eigener Geschicklichkeit und Kondition?

Nach wie vor stellen die Hauptgefahren des Bewegens im Bergland die fehlende Trittsicherheit, Balance und Kondition dar. Stürzen, Stolpern und Ausrutschen sind immer ein Zeichen von Müdigkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit nach anstrengenden Aufstiegshöhenmetern. Sobald man dies am eigenen Gang vernimmt, ist volle Aufmerksamkeit geboten: Ab sofort sollte der volle Fokus auf das behutsame Gehen im Gelände gerichtet sein. Vor allem beim Absteigen ist hier Vorsicht geboten.

Tipp: Lieber einmal zu viel rasten und zur Stärke zurückfinden, als einmal zu wenig und einen unbedachten Schritt machen. Das gilt für einen selbst, wie für seine Begleiter!

Unsicherheit durch Herz-Kreislauf-Probleme?

Auch Herz-Kreislauf-Probleme beim Aufstieg gehören zu jenen wesentlichen Faktoren, die die Bergrettung zum Ausrücken zwingt. Gerade während großer Hitzeperioden ist das Mitbringen von genügend Wasservorräten unabdingbar. Überanstrengung führt oft zu Schwindelanfällen oder Schweisausbrüchen, die bei anfälligen, geschwächten oder altersschwachen Personen als Vorboten von Herz- & Kreislaufproblemen gewertet werden können. Der Wetter- und Temperaturverlauf trägt oft zum selben Effekt bei: Pralle Sonneneinstrahlung, gefolgt von kalten Windböen gepaart mit verschwitzter Bekleidung kann bei sensiblen Personen ebenso zu Problemen führen.

Tipp: Sobald akute Probleme dieser Art auftreten lautet das Gebot: Ausreichend trinken, Beine hoch, kühles Wasser über Puls und Hände fließen lassen. Kalt-warme Wechselbäder, regelmäßige Bewegung und der Verzicht oder die Einschränkung von Genussmitteln (wie ungesundes Essen, Zigaretten und Alkohol,…) verringern bekanntlich das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen – daher: Empfehlung.

War sonst noch was?

Selbst die hartgesottensten Bergsteiger/innen mit der besten Ausrüstung sind nicht vor Unfällen gefeit. Wir möchten allen Bergfexen in Erinnerung rufen – Bergsteigen ist ein Abenteuer, dass immer unvorhersehbare Parameter mit sich bringt. Unser Appell lautet daher stets neben Vorsicht auch Vorbereitung walten zu lassen und sich auf die Expertise von Profis im Notfall wie der Bergrettung zu verlassen.

Tipp: Für EUR 28,-/Jahr unterstützt man nicht nur das ehrenamtliche Engagment von 1.300 Bergretter/innen und deren Ausrüstung, sondern auch die eigene Sicherheit. Eine solche Fördermitgliedschaft bietet außerdem eine Bergekostenversicherung für Such-, Bergungs- und Rettungskosten bis zu 25.000 Euro. Jetzt förderndes Mitglied werden!

 

Intersport Wandertag mit Thomas Diethart & Bergrettung

Intersport Wandertag mit Thomas Diethart & Bergrettung

Ein erfolgreicher Intersport Wandertag ging trotz schlechten Wetters am 28. Juli über die Bühne. Erfolgreich, weil nicht nur Förderer gewonnen, sondern diese auch über unsere Sicherheitstipps am Berg (Selbsteinschätzung, Tourenplanung, Ausrüstung, Notfallsverhalten, Verpflegung, Wettereinschätzung, Tempo) informieren wurden.

Prominenter Unterstützer der Bergrettung

Mit von der Partie waren die Ortsstellen Puchberg mit OS-Leiter Gerhard Lesch, Wien* mit Gernot Zenz und Martin Grassl sowie Wienerwald Süd mit Oliver Himmel (*die OS Wien betreut das westseitige Schneeberg Gebiet sowie die Krempel Hütte). Auch Thomas Diethart fand den Weg ins wolkenverhangene Losenheim, von wo aus die Tour zum Almreserlhaus, über die Dürre Leiten, die Mamauwiese und zurück zum Gasthof Gschaiderhof geführt hat. Der gebürtige Niederösterreicher und Vierschanzentournee Sieger war sichtlich beeindruckt von den rund 1.300 ehrenamtlichen Bergretter/innen, die für alle Wanderer und Bergsteiger/innen Tag und Nacht im Einsatz sind. Besonders interessiert hat den einsitgen Spitzensportler & Naturliebhaber, der 2016 seinen schweren Sturz in Brotterode erleben musste, von der Einsatzhäufigkeit und den Förder- & Versicherungsmöglichkeiten – selbstverständlich unterstützt auch er die Bergrettung.
Neben dem Initiator Intersport haben wieder zahlreiche Aussteller Bergsportequipment und Sicherheitsausrüstung ausgestellt, die die Bergrettung und die Besucher testen und unter die Lupe nehmen konnten.

Alpakas los in Losenheim

Der Alpaka Trend hat auch beim Intersport Wandertag Einzug gehalten. Ob wir bald wuschelige Unterstützung bei Übung & Einsatz bekommen? Gar nicht so abwegig, denn eigentlich wurden Alpakas vor einigen Tausend Jahren von den Inkas domestiziert und zu Begleiter für Wanderungen ausgebildet – schließlich können sie rund 30 kg Gepäck tragen. Vielleicht seht Ihr uns ja bald mit einer Horde Alpakas am Fadensteig und Co. – dann aber wohl eher zu Marketingzwecken.

Ausschreibung Büroangestellte/r

Ausschreibung Büroangestellte/r

Zur Aufrechterhaltung der qualitativ hochwertigen administrativen Verwaltungstätigkeiten sucht der ÖBRD LOrg eine/n Büroangestellte/n zur Unterstützung des Landesleitungsbüros, für ein Beschäftigungsausmaß von 40 Wochenstunden.

Ihre Aufgaben:

  • Allgemeine administrative und organisatorische Tätigkeiten
  • Koordination von Fördererwesen und Sponsoring
  • Interne und externe Korrespondenz
  • Erstellung, Erfassung, Verwaltung und Verbuchung von Rechnungen
  • Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen zur Unterstützung des Vereinsvorstands
  • Kontakt mit Behörden, Unternehmen und Organisationen
  • Projekt- und Organisationsmanagement

Ihr Profil:

  • Teamfähigkeit und hohe soziale Kompetenz
  • Selbstständiges Arbeiten, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Gute organisatorische Fähigkeiten und strukturiertes Arbeiten
  • Analytische Fähigkeiten und persönliche Ausstrahlung
  • Gute Ausdrucksfähigkeit
  • Englisch – Grundkenntnisse
  • Sehr gute EDV-Anwendungskenntnisse (MS Office, etc.)
  • Bereitschaft zur Weiterbildung
  • Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Stellen (wünschenswert)
  • Erfahrung mit gemeinnützigen Vereinen/Rettungsorganisationen (wünschenswert)

Wir bieten:

  • Abwechslungsreiches Aufgabengebiet
  • selbstständiges Arbeiten
  • Mitwirken bei einer der bekanntesten Rettungsorganisationen Österreichs
  • Ideal auch für WiedereinsteigerInnen
  • Gehalt mind. €1961,50 (Verwendungsgruppe D3 – ÖRK Kollektivvertrag) – Bereitschaft zur Überzahlung je nach Qualifikation und Erfahrung

Die Rahmenbedingungen:

  • 40 Stunden/Woche
  • Fixe periodische Anwesenheit am Arbeitsplatz während der Kernzeit nach Vereinbarung
  • Dienstort Schelleingasse 26/2/2, 1040 Wien
    x Bereitschaft zum Dienstortwechsel nach St. Pölten ist Voraussetzung
  • Bereitschaft zu flexiblen Dienstzeiten (Tagungen, Sitzungen und Veranstaltungen)
  • Weisungsgebunden gegenüber dem Vereinsvorstand des ÖBRD LOrg NÖ/W
  • Diensteintritt per März/April 2020

Der Österreichische Bergrettungsdienst LOrg NÖ/W ist bemüht, motivierten Personen auch im zweiten Berufsweg eine Chance zu bieten.
Um eine ausgewogene Geschlechterverteilung zu gewährleisten, behält sich der ÖBRD LOrg NÖ/W vor, Bewerberinnen, die gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber, vorrangig aufzunehmen, sofern nicht in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Die Einstufung erfolgt in Anlehnung an den Kollektivvertrag des Österreichischen Roten Kreuzes (Niederösterreich) Verwendungsgruppe D3 VerwaltungsmitarbeiterIn. Das Gehalt beträgt bei einem wöchentlichen Beschäftigungsausmaß von 40 Stunden mind. € 1961,50 brutto/Monat – Bereitschaft zur Überzahlung je nach Qualifikation und Erfahrung gegeben. Die Anrechnung von tätigkeitsbezogenen Vordienstzeiten ist möglich.

Wenn Sie diese Tätigkeit anspricht, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung inkl. Motivationsschreiben an:
office@bergrettung-nw.at
oder per Post an:
ÖBRD LOrg NÖ/W, Schelleingasse 26/2/2, 1040 Wien
bis 30. September 2019.

Gebietsweite Einsatzübung am Hochkar

Gebietsweite Einsatzübung am Hochkar

Der Sommerurlaub in den Ybbstaler Alpen wird zurecht immer beliebter. Die Hochkar Bergbahnen haben deshalb am 15. Juni 2019 gemeinsam mit der Bergrettung NÖ West eine Großübung abgehalten, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Liftstillstand

Für manchen Fahrgast ein Horrorszenario, für das jeder Liftbetreiber jährlich eine Evakuierungsübung auszuführen hat und die Bergrettung bestens ausgebildet ist. Am Hochkar waren es 51 Passagiere, die aus luftiger Höhe in weniger als drei Stunden von der zum Geischlägerhaus führenden Hochkarbahn geborgen wurden. Dazu waren 62 Einsatzkräfte der Bergrettungsortsstellen Göstling, Lunz, Lackenhof, Hollenstein, Waidhofen/Ybbs und Amstetten aufgeboten worden, die von 13 Mitarbeitern der Liftgesellschaft unterstützt wurden. Mit dem Abseilen vom Sessellift ist es nicht getan, die Personen müssen auch namentlich erfasst und aus dem (Steil-)Gelände sicher abtransportiert werden. Das breite Spektrum der Fahrgäste zeigte gut wie schlecht ausgerüstet Wanderer teilweise sind: Ein Fahrgast war lediglich mit Flipflops unterwegs; ein Senior war sogar mit seinem Rollator am Lift. Beim begleiteten Abstieg „verknöchelte“ sich eine Person den Fuß.

Behördliche Beobachter

Neben Beobachtern aus dem Ausbildungsteam der Bergretter haben auch der Bezirkshauptmann von Scheibbs Mag. Johann Seper und die Katastrophenreferentin Mag. Monika Kladnik sowie BI Hubert Bieder von der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei die Übung beobachtet. Lob für die Bergretter gab es von allen Seiten, alle gestellten Aufgaben wurden kompetent und professionell ausgeführt.

Gipfelweg und Klettersteige

Der Normalweg zum Hochkargipfel, 1808 m, ist für viele Wanderer attraktiv und leicht machbar. Laut Statistik ereignen sich die meisten Alpinunfälle auf Wanderwegen, daher war in der Übung auch die Bergung einer Person aus dem Schrofengelände eingeplant. Der Heli-Kraft Klettersteig (C) ist sehr beliebt und häufig begangen, wenn aber die Kraft nicht reicht, wird der Alpin-Notruf 140 gerufen – und die Bergretter helfen und retten. 2017 wurde der Bergmandl-Klettersteig (B/C) eröffnet, er ist besonders für Kinder und Jugendliche geeignet. Seile und einfache Steighilfen sorgen für ein sicheres Kletter-Erlebnis, dennoch kann es auch hier zu Unfällen oder Zwischenfällen kommen. Aus beiden Klettersteigen wurden jedenfalls Einsätze beübt.

Für den Notfall sei hier nochmals die Nummer des Alpin-Notrufes 140 der Bergrettung in Erinnerung gerufen.

Mitterbach feiert Neueröffnung seiner Bergrettungs-Zentrale

Mitterbach feiert Neueröffnung seiner Bergrettungs-Zentrale

Im Zuge der Einweihungsfeier der neuen Zentrale der BR Mitterbach wurde auch das neue Mannschaftstransportfahrzeug der FF Mitterbach gesegnet. Somit wird in Mitterbach auch auf dieser Ebene institutionsübergreifend zusammengearbeitet.

Nach reiflicher Planung, um den steigenden Anforderungen zu entsprechen, leisteten die Bergretter aus Mitterbach mehr als 2.500 Arbeitsstunden als Eigenleistung für den Zentralenumbau.   Die Zentrale wurde bereits vor 1979 eröffnet – damals allerdings unter noch völlig anderen Bedingungen. Mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde Mitterbach, des Landes NÖ, der Bergrettung-Landesleitung NÖ/W und Spendern und Gönnern der Bergrettung konnte der Umbau innerhalb eines Jahres erfolgen. 

Neben Eröffnungsreden von Ortsstellenleiter Paul Größbacher und FF-Kommandant HBI Manfred Tod freuten sich die zahlreich erschienenen Festgäste auch über den Besuch des 2. Landtagspräsidenten Mag. Gerhard Karner, Bgm. Alfred Hinterecker, BH Mag. Franz Kemetmüller und Pfarrerin Dr. Birgit Lusche.