Einsatzserie am Osterwochenende

Einsatzserie am Osterwochenende

Sechsmal musste die Bergrettung Niederösterreich Wien am Osterwochende 2020 trotz der herrschenden Corona Krise ausrücken. Unfälle in diesem Gelände gehen meist mit schweren Verletzungen und längeren Spitalsaufenthalten einher, weshalb auch das Land Niederösterreich zu erhöhter Aufmerksamkeit aufruft.

Spitalsbetten und Ressourcen müssen in dieser kritischen Phase geschont werden. Zusätzlich sind bodengebundene Bergrettungseinsätze auch sehr mannschaftsintensiv. Entsprechend ergibt sich auch hier ein erhöhtes Infektionsrisiko, sowohl für die Verunfallten, als auch für die eingesetzte Rettungsmannschaft.

Veränderte Rahmenbedingungen

„Ein Bergrettungseinsatz in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr mit Covid-19 bedeutet für unsere Bergretterinnen und Bergretter in den meisten Fällen, den Corona-Richtlinien nicht Folge leisten zu können“, Landesleiter Bergrettung Niederösterreich/Wien Matthias Cernusca. Das betrifft etwa die gemeinsamen Einsatzvorbesprechungen, die derzeit nicht mehr im Persönlichen geführt werden oder die Abstände, die bei der Patientenbetreuung sowie Seilbergungen im alpinen Gelände meist nicht einzuhalten sind.

Hohe Wand

Steinschlag, ein lose hängendes Seil und ein zurückgelassener Rucksack gaben Alpinpolizei und Bergrettung am Ostersamstag Anlass zu einer Suchaktion auf der Kletterroute Betty & Paul. Auch mit dem Christophorus konnten die Kletterer nicht gefunden werden. UNSER APPELL: Um aufwändige Suchaktionen bei Fehleinsätzen wie diesen zu vermeiden, bittet die Bergrettung um Information via Notruf 140.

Rax

Zwei junge Bergsteiger aus Wien alarmierten am Ostersonntag gg. 18 Uhr  die Bergrettung auf die Rax, da ihnen der Abstieg unterhalb der Bergstation aus eigenerer Kraft nicht mehr möglich war – schließlich flog sie der Hubschrauber des BMI ins Tal.

Hohe Wand

Weiter ging es zwei Mal am Ostersonntag, als ein Pärchen kurz vor einer Steilstufe weder vorwärts- noch zurückgehen konnte. Die Bergrettung versorgte sie mit Gurten und Helmen und konnte sie schließlich mit Seilsicherungen abseilen. Im Anschluss rückte die Bergrettung erneut zu einer Suchaktion aus.

Wienerwald

Am Ostermontag am Parapluieberg hat ein Wanderer eine Sprunggelenksverletzung erlitten, wonach die Erstversorgung durch die Bergrettung stattfand. Der Mann wurde anschließend mithilfe des Rettungsdienstes in das Krankenhaus Baden gebracht.

Flatzer Wand

Zum Assistenzeinsatz wurde die Bergrettung anlässlich eines Waldbrandes gerufen. Die FF Flatz hat die Hilfe der Bergrettung für die Sicherungsmaßnahmen im Felsgelände erbeten. Die Glutnester konnten sicher und zur Gänze gelöscht werden.

Fotos: © ÖBRD
Mitterbach – Einsatzreiches Wochenende

Mitterbach – Einsatzreiches Wochenende

Gleich drei Einsätze hielten die Bergrettung Mitterbach am abgelaufenen wunderschönen Wander-Wochenende auf Trab.

Am Samstag, dem 14. September 2019, wurde die Bergrettung Mitterbach gegen 12.30 Uhr über 144 Notruf NÖ zu einem Einsatz alarmiert. Eine 57-jährige Wanderin aus Lengenfeld rutschte bei einem Ausweichmanöver in den Ötschergräben unglücklich aus und verletzte sich dabei am linken Fuß. Die Verunfallte wurde von Sanitätern der Bergrettung Mitterbach erstversorgt, die aufgrund des Verletzungsgrades den Notarzthubschrauber Christophorus 15 nachforderten. Dieser barg die verletzte Wanderin mittels variablem Tau und brachte sie in weiterer Folge in das Mostviertelklinikum Amstetten.

Der nächste Einsatz ereignete sich am Sonntag, dem 15. September 2019 im Bereich Gemeindealpe Richtung Vorderötscher. Wiederum war eine Fußverletzung zu versorgen. Die 45-jährige Patientin aus dem Mostviertel wurde von Sanitätern der Bergrettung Mitterbach erstversorgt und in weiterer Folge in das Gesundheitszentrum Mariazell überstellt.

Noch nicht zurück in der Einsatzzentrale, wurde die Bergrettung zu einem weiteren Einsatz alarmiert. Ein 25 Jahre alter Freizeitsportler hatte sich auf der Gemeindealpe schwer verletzt. Sanitäter der Bergrettung Mitterbach sowie ein zufllig anwesender Arzt versorgten den Patienten vor Ort. Mit dem Bergrettungs-KFZ wurde der Verunfallte zum Zwischenlandeplatz gebracht, dem nachgeforderten Notarzthubschrauber Christophorus 15 übergeben und ins Klinikum Waidhofen gebracht.

Fotos: © ÖBRD
Ski-Tourengeherin: Taubergung mit Rettungshubschrauber

Ski-Tourengeherin: Taubergung mit Rettungshubschrauber

Eine Skitourenläuferin verletzte sich bei einer Tour am Wetterkogel und musste per Taubergung vom Rettungshubschrauber geborgen werden – bereits der dritte Ski-Tourenunfall in den Bergen der Forsteralm im heurigen Winter. 

Am vergangenen Samstag kam eine Skitourenläuferin am Wetterkogel (1111 m, Waidhofen a.d. Ybbs/Wirts) zu Sturz und erlitt eine Unterschenkelfraktur. Die Bergung erfolgte durch den Notarzthubschrauber C15 aus Ybbsitz und der Dienstmannschaften der Bergrettung Amstetten und Waidhofen und wurde innerhalb kürzester Zeit mittels eingerichtetem Zwischenlandeplatz erfolgreich vorbereitet und abgewickelt. Zu Beginn der Wintersaison kam es im Dezember schon zu zwei Unfällen am Hirschkogel, bei dem auch der Rettungshubschrauber C2 in der Nacht zur Unterstützung der Bergrettung im Einsatz war.

Auch im Pistenbereich der Forsteralm ereigneten sich heuer schon zahlreiche Unfälle, bei denen die Bergrettung helfen konnte. Besonders gefreut haben sich die Bergretter über den Besuch einer geretteten Frau am vergangenen Samstag auf der Forsteralm, die erst vor kurzem von Bergrettern aus Amstetten und Waidhofen geborgen wurde und gottlob schon wieder auf den Beinen ist. Allen Wintersportlern sei beim Skifahren und Tourengehen eine entsprechende Ausrüstung, warme Kleidung und genügend Flüssigkeit empfohlen. Unter Umständen kann es bis zum Eintreffen der Bergrettung zu längeren Anmarschzeiten und daher Verzögerungen kommen. Die Alpin-Notrufnummer der Bergrettung ist 140.

Bilder: ÖBRD NÖ/W

Großeinsatz für Bergrettung nach Lawine auf der Rax

Großeinsatz für Bergrettung nach Lawine auf der Rax

Am Sonntag 27.1.2019 ging gegen 16.00 Uhr eine Lawinenmeldung bei der Bergrettung Reichenau an der Rax ein. Zwischen Bergstation und dem Ottohaus war ein etwa 100 mal 200 Meter großes Schneebrett in einer Doline abgegangen. Da eine Fußspur hinein, jedoch nicht mehr herausführte, verständigte ein Melder den Hüttenwirt der Bergstation. Eine Erstmannschaft der Bergrettung konnte den Lawinenkegel kurze Zeit nach der Meldung mit LVS-Geräten und Lawinenhunden absuchen. Die Suche verlief jedoch negativ. Da nach wie vor eine Verschüttung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde der Gebietsalarm ausgelöst. Insgesamt zwölf Ortsstellen der Bergrettung Niederösterreich/Wien mit rund 70 Bergrettern, vier Suchhunden, drei Alpinpolizisten und vier Hubschraubern waren an der Suchaktion beteiligt.

Um 19.15 Uhr kam dann die erlösende Nachricht, dass sich niemand in der Lawine befindet. In Abstimmung mit der Alpinpolizei wurde die Suche beendet. Die Bergrettung betont die Wichtigkeit einer Alarmierung bei begründetem Verdacht einer Verschüttung. Der Alpinnotruf der Bergrettung ist unter der Nummer 140 erreichbar.

Fotos: © ÖBRD NÖ/W

Goldenes Herbstwochenende: Einsatzserie für Bergrettung

Goldenes Herbstwochenende: Einsatzserie für Bergrettung

Das goldene Herbstwochenende hat von den ehrenamtlichen Bergrettern vollen Einsatz gefordert. 14 Mal mussten die Teams im gesamten Landesgebiet vom Semmering bis Mödling, von Lackenhof bis in die Wachau ausrücken. Dank des professionellen Einsatzmanagements der Bergrettung Niederösterreich/Wien konnten alle 14 Einsätze schnell und sauber durchgeführt werden.

Das schöne Herbstwetter hat derzeit einen vergleichsweise hohen Zustrom auf den Bergen zur Folge. Rutschiger Untergrund, Unachtsamkeit und schlechte Vorbereitung waren auch am Wochenende Ursache für die häufigen Alarmierungen. Auch die Zeitumstellung und die damit frühere Dämmerung kommt für viele überraschend. So musste der Notarzthubschrauber, der zur Bergung auf der Hohen Wand gerufen wurde aufgrund der einsetzenden Dunkelheit wieder umkehren. Der Patient konnte schließlich mittels Gebirgstrage um 19:00 Uhr abtransportiert und der Rettung übergeben werden.

Besonders oft wurde die Ortsstelle Reichenau gerufen. Nach einem Kletterunfall aufgrund eines ausgebrochenen natürlichen Klettergriffes (Route „Schwarzer Bruder“ am Schneeberg) und im Rahmen einer Helikopterbergung mit dem Christophorus III nach Kreislaufproblemen eines Patienten in der Weichtalklamm.

Die Unfälle am vergangenen Wochenende passierten vor allem beim Wandern und Mountainbiken, wobei die Verletzungen von   Blessuren der Extremitäten, über ein Wirbelsäulen-Trauma bis hin zu Ohnmachtsanfällen und Kreislaufproblemen reichten. Der Appell der Bergrettung Niederösterreich/Wien lautet auch in dieser Jahreszeit, entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen und die  Sorgfalt nicht zu vernachlässigen. Die Bergrettung ist über den Bergrettungsnotruf 140 jederzeit erreichbar und bietet zudem die günstigste Bergungskostenvorsorge an.

Foto: Archivbild © ÖBRD

Aufwendiger nächtlicher Sucheinsatz auf der Rax

Aufwendiger nächtlicher Sucheinsatz auf der Rax

Am Dienstag (21.8.) beschloss eine fünfköpfige Familie das schöne Wetter für einen Badeausflug an der Schwarza zu nutzen. Der Familienvater, Herr U., entschied sich jedoch um die Mittagszeit, gemeinsam mit einem Wanderer, mit dem er ins Gespräch gekommen war, ein Stück den Rudolfsteig (Rax) hinaufzugehen. Während der Begleiter bald umkehrte setzte Herr U. den Aufstieg alleine fort.

Gegen 17 Uhr traf der Begleiter von Herrn U. auf dessen Frau und erfuhr, dass ihr Mann bisher noch nicht zurückkehrt sei und sich auch nicht gemeldet habe. Gegen 20 Uhr erfolgte die erste telefonische Kontaktaufnahme mit Herrn U., der angab, „die Zeit vergessen zu haben“ und über einen anderen, nicht namentlich genannten Weg absteigen zu wollen.
Als Herr U. um Mitternacht noch immer nicht eingetroffen war nahm die Ehefrau erneut telefonischen Kontakt auf. Da ihr Mann am Telefon einen verwirrten Eindruck machte und nicht angeben konnte wo er sich befand verständigte seine Frau die Bergrettung.

Seitens der Bergrettung Reichenau wurde in der Nacht Gebietsalarm ausgelöst und eine umfassende Suche gestartet. Ein nächtlicher Hubschrauber-Suchflug verlief erfolglos. Gegen 7 Uhr früh wurde eine Mannschaft mit Suchhund auf die Rax geflogen und ein weiterer Suchflug war geplant.

Um etwa 8 Uhr konnte der vermisste Herr U. jedoch von einem vorbeikommenden Wanderer im unteren Drittel des Wachthüttelkammweges aufgefunden werden, der die Bergrettung verständigte. Herr U. hatte sich aufgrund eines Sturzes Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule sowie Abschürfungen zugezogen. Eine Mannschaft der Bergrettung stieg zu dem Verletzten auf, der in der Folge vom Hubschrauber (CH3) geborgen und ins Krankenhaus geflogen wurde.

Fotos: (c) Archivbilder ÖBRD