Gebietsweite Einsatzübung am Hochkar

Gebietsweite Einsatzübung am Hochkar

Der Sommerurlaub in den Ybbstaler Alpen wird zurecht immer beliebter. Die Hochkar Bergbahnen haben deshalb am 15. Juni 2019 gemeinsam mit der Bergrettung NÖ West eine Großübung abgehalten, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Liftstillstand

Für manchen Fahrgast ein Horrorszenario, für das jeder Liftbetreiber jährlich eine Evakuierungsübung auszuführen hat und die Bergrettung bestens ausgebildet ist. Am Hochkar waren es 51 Passagiere, die aus luftiger Höhe in weniger als drei Stunden von der zum Geischlägerhaus führenden Hochkarbahn geborgen wurden. Dazu waren 62 Einsatzkräfte der Bergrettungsortsstellen Göstling, Lunz, Lackenhof, Hollenstein, Waidhofen/Ybbs und Amstetten aufgeboten worden, die von 13 Mitarbeitern der Liftgesellschaft unterstützt wurden. Mit dem Abseilen vom Sessellift ist es nicht getan, die Personen müssen auch namentlich erfasst und aus dem (Steil-)Gelände sicher abtransportiert werden. Das breite Spektrum der Fahrgäste zeigte gut wie schlecht ausgerüstet Wanderer teilweise sind: Ein Fahrgast war lediglich mit Flipflops unterwegs; ein Senior war sogar mit seinem Rollator am Lift. Beim begleiteten Abstieg „verknöchelte“ sich eine Person den Fuß.

Behördliche Beobachter

Neben Beobachtern aus dem Ausbildungsteam der Bergretter haben auch der Bezirkshauptmann von Scheibbs Mag. Johann Seper und die Katastrophenreferentin Mag. Monika Kladnik sowie BI Hubert Bieder von der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei die Übung beobachtet. Lob für die Bergretter gab es von allen Seiten, alle gestellten Aufgaben wurden kompetent und professionell ausgeführt.

Gipfelweg und Klettersteige

Der Normalweg zum Hochkargipfel, 1808 m, ist für viele Wanderer attraktiv und leicht machbar. Laut Statistik ereignen sich die meisten Alpinunfälle auf Wanderwegen, daher war in der Übung auch die Bergung einer Person aus dem Schrofengelände eingeplant. Der Heli-Kraft Klettersteig (C) ist sehr beliebt und häufig begangen, wenn aber die Kraft nicht reicht, wird der Alpin-Notruf 140 gerufen – und die Bergretter helfen und retten. 2017 wurde der Bergmandl-Klettersteig (B/C) eröffnet, er ist besonders für Kinder und Jugendliche geeignet. Seile und einfache Steighilfen sorgen für ein sicheres Kletter-Erlebnis, dennoch kann es auch hier zu Unfällen oder Zwischenfällen kommen. Aus beiden Klettersteigen wurden jedenfalls Einsätze beübt.

Für den Notfall sei hier nochmals die Nummer des Alpin-Notrufes 140 der Bergrettung in Erinnerung gerufen.

Mitterbach feiert Neueröffnung seiner Bergrettungs-Zentrale

Mitterbach feiert Neueröffnung seiner Bergrettungs-Zentrale

Im Zuge der Einweihungsfeier der neuen Zentrale der BR Mitterbach wurde auch das neue Mannschaftstransportfahrzeug der FF Mitterbach gesegnet. Somit wird in Mitterbach auch auf dieser Ebene institutionsübergreifend zusammengearbeitet.

Nach reiflicher Planung, um den steigenden Anforderungen zu entsprechen, leisteten die Bergretter aus Mitterbach mehr als 2.500 Arbeitsstunden als Eigenleistung für den Zentralenumbau.   Die Zentrale wurde bereits vor 1979 eröffnet – damals allerdings unter noch völlig anderen Bedingungen. Mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde Mitterbach, des Landes NÖ, der Bergrettung-Landesleitung NÖ/W und Spendern und Gönnern der Bergrettung konnte der Umbau innerhalb eines Jahres erfolgen. 

Neben Eröffnungsreden von Ortsstellenleiter Paul Größbacher und FF-Kommandant HBI Manfred Tod freuten sich die zahlreich erschienenen Festgäste auch über den Besuch des 2. Landtagspräsidenten Mag. Gerhard Karner, Bgm. Alfred Hinterecker, BH Mag. Franz Kemetmüller und Pfarrerin Dr. Birgit Lusche.

Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg

Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg

Mit 12.800 freiwilligen Bergretterinnen und Bergrettern ist der Österreichische Bergrettungsdienst die fünftgrößte gemeinnützige Organisation Österreichs. Eine Besonderheit am ÖBRD ist, dass dieser Vielzahl an ehrenamtlich helfenden Freiwilligen eine äußerst geringe Anzahl an Mitarbeitern in den Landesleitungen gegenüberstehen. Um optimal im Sinne aller Bergretterinnen und Bergretter wirken zu können gibt es regelmäßige Abstimmungen auf allen Ebenen, die der Bundesverband des ÖBRD organisiert.

Im Mai fand das nun bereits 4. Treffen der Geschäftsstellenleiter am Krippenstein in Oberösterreich statt. Themen wie Vernetzung durch zeitgerechte Informationsprozesse, optimale Bereitstellung von Wissen für alle Mitglieder, Austausch an Erfahrungen, weitere Zusammenarbeit u.v.m. standen am Programm.

Vizepräsident Michael Miggitsch, wie auch Landesleiter Christoph Preimesberger besuchten die Veranstaltung und brachten so ihre Wertschätzung der Tätigkeiten zum Ausdruck.

Nur eine gute Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg ermöglicht eine effiziente Umsetzung des Vereinszwecks mit unserem kleinen Team an Angestellten“, brachte es Landesleiter Martin Burger auf den Punkt und sprach die Einladung für das nächste Treffen in Vorarlberg aus.

Familienfest im Schlosspark Schönbrunn

Familienfest im Schlosspark Schönbrunn

Unter dem Motto “Familienzeit. Gartenzeit” luden Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger und Familienministerin Juliane Bogner-Strauß am 1. Mai 2019 zu einem bunten Familienfest in den Schlosspark Schönbrunn ein. Rund 20.000 Besucher nutzten die Gelegenheit bei bestem Wetter in Veranstaltung zu besuchen.

Der Österreichische Bergrettungsdienst war mit dabei und konnte in zahlreichen Gesprächen und Demonstrationen über die Leistungsfähigkeit der rund 12.800 freiwilligen und ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer der Bergrettung berichten.

allgemeine Fotos: © ÖBRD

Fotos der Bundesministerin: © Paul Gruber

Bergrettung will Drohnen nutzen

Bergrettung will Drohnen nutzen

Bei Lawinenabgängen oder der Suche nach vermissten Personen ist die Bergrettung zumeist auch auf die Hilfe von Hubschraubern angewiesen. Der Einsatz eines Hubschraubers ist aber teuer und auch nicht bei jeder Witterung möglich. Deshalb stellt die Bergrettung auch immer wieder Überlegungen in Richtung Drohnen an. Diese werden ja schon von einigen Organisationen erfolgreich eingesetzt. Offen sind jedoch noch Fragen der Finanzierung und auch rechtliche Regelungen.

Martin Gurdet, Einsatzleiter der Bergrettung NÖ/W, hat sich zu diesem Thema bei der österreichischen Firma Schiebel umgesehen und dabei wieder viele Eindrücke und Infos mitgenommen. Ein Bericht darüber findet sich unter „ORF NÖ“.

zum Bericht:
https://noe.orf.at/news/stories/2973825/

Foto: (c) Schiebel

Pernkopf auf Stippvisite am Winterkurs

Pernkopf auf Stippvisite am Winterkurs

Den sonnigen Montagvormittag nutzte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf zu einem kurzen Besuch am Winterkurs in Mitterbach. Der Landesrat für Umwelt, Landwirtschaft, Energie, Landeskliniken und Feuerwehren konnte sich ein Bild von den jungen Bergretterinnen und Bergrettern machen, die in der ersten Märzwoche ihre Basisausbildung auf der Gemeindealpe absolvieren. Landesleiter Matthias Cernusca und Kursleiter Hannes Kurz konnten Pernkopf in einer knappen Stunde das Ausbildungsschema näherbringen.

Fotos: © ÖBRD