Ein Kurs der etwas anderen Art fand am ersten Aprilwochenende in Annaberg statt. Zum ersten Mal stand nicht das Retten von Personen in alpinen Notlagen am Kursprogramm, sondern unsere Zukunft – die Bergrettungsjugend. Sieben KameradInnen widmeten sich mit voller Begeisterung der Ausbildung zum Leiten von Jugendgruppen.

Vier Tage lang wurden am Kobichl-Hof Themen wie Gruppendynamik, Führungsarbeit und das Gestalten von altersgerechten, kreativen Aktivitäten erarbeitet und erlebt. Ein ebenso wichtiger Bestandteil war das Erlernen und Umsetzen von Kennenlern-, Kooperations-, Wahrnehmungs- und Interaktionsspielen – und dabei kam der Spaß nicht zu kurz.

Der Austausch unter den TeilnehmerInnen gestaltete sich als ein wesentliches Element und der Erfahrungsbericht einer bereits bestehenden Jugendgruppe gab Einblick in künftige Herausforderungen und Möglichkeiten. Bei einer gemeinsamen Wanderung konnte die Kombination unterschiedlicher Führungsstile ausprobiert und gefestigt werden. Dabei stand unter anderem der Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Gelände im Mittelpunkt. Geleitet wurde der Kurs von Jef Verstraeten, einem Kameraden aus Tirol, Bergführer, und Ausbildner im Bundeslehrteam Jugend der Alpenverein-Akademie.

Nach dem absolvierten Kurs gehen nun alle TeilnehmerInnen motiviert an die Arbeit. Es sollen über den Sommer niederösterreichweit mehrere neue Jugendgruppen entstehen, in welchen auf den regulären Bergrettungsdienst vorbereitet wird. Bereits ab acht Jahren können bergsportbegeisterte Kinder der Bergrettungsjugend Niederösterreich/Wien beitreten.

Noch stecken wir in den Kinderschuhen, ein erster Schritt wurde aber mit der Durchführung des ersten JugendleiterInnen Kurses der Bergrettung Niederösterreich/Wien getan. Wir wünschen den beteiligten KameradInnen viel Erfolg und vor allem Spaß bei ihren neuen Aufgaben.

Fotos: © ÖBRD
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