Alpin Notruf: 140

Das goldene Herbstwochenende hat von den ehrenamtlichen Bergrettern vollen Einsatz gefordert. 14 Mal mussten die Teams im gesamten Landesgebiet vom Semmering bis Mödling, von Lackenhof bis in die Wachau ausrücken. Dank des professionellen Einsatzmanagements der Bergrettung Niederösterreich/Wien konnten alle 14 Einsätze schnell und sauber durchgeführt werden.

Das schöne Herbstwetter hat derzeit einen vergleichsweise hohen Zustrom auf den Bergen zur Folge. Rutschiger Untergrund, Unachtsamkeit und schlechte Vorbereitung waren auch am Wochenende Ursache für die häufigen Alarmierungen. Auch die Zeitumstellung und die damit frühere Dämmerung kommt für viele überraschend. So musste der Notarzthubschrauber, der zur Bergung auf der Hohen Wand gerufen wurde aufgrund der einsetzenden Dunkelheit wieder umkehren. Der Patient konnte schließlich mittels Gebirgstrage um 19:00 Uhr abtransportiert und der Rettung übergeben werden.

Besonders oft wurde die Ortsstelle Reichenau gerufen. Nach einem Kletterunfall aufgrund eines ausgebrochenen natürlichen Klettergriffes (Route „Schwarzer Bruder“ am Schneeberg) und im Rahmen einer Helikopterbergung mit dem Christophorus III nach Kreislaufproblemen eines Patienten in der Weichtalklamm.

Die Unfälle am vergangenen Wochenende passierten vor allem beim Wandern und Mountainbiken, wobei die Verletzungen von   Blessuren der Extremitäten, über ein Wirbelsäulen-Trauma bis hin zu Ohnmachtsanfällen und Kreislaufproblemen reichten. Der Appell der Bergrettung Niederösterreich/Wien lautet auch in dieser Jahreszeit, entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen und die  Sorgfalt nicht zu vernachlässigen. Die Bergrettung ist über den Bergrettungsnotruf 140 jederzeit erreichbar und bietet zudem die günstigste Bergungskostenvorsorge an.

Foto: Archivbild © ÖBRD