Drei Tage voller Bewegung, neuer Herausforderungen und unvergesslicher Erlebnisse erwarteten die Jugendlichen der Bergrettungsjugend Niederösterreich/Wien beim diesjährigen Sommerlager in Annaberg. Jugendliche der Ortsstellen Mitterbach, Hollenstein an der Ybbs und Reichenau verbrachten gemeinsam abwechslungsreiche Tage in der beeindruckenden Bergwelt rund um den Ötscher – und bewiesen dabei nicht nur ihr Können im alpinen Gelände, sondern auch, wie schnell aus einer Gruppe eine echte Gemeinschaft werden kann.
Den Auftakt bildeten gemeinsame Kennenlernspiele und schon nach kurzer Zeit war das Eis gebrochen und die ersten neuen Freundschaften entstanden. Genau dieser Austausch zwischen den Ortsstellen ist ein wesentlicher Bestandteil des Jugendlagers: Gemeinsam lernen, gemeinsam Herausforderungen meistern und dabei Kontakte knüpfen, die weit über diese drei Tage hinaus bestehen bleiben.
Im Anschluss stand die bergrettungstechnische Ausbildung im Mittelpunkt. In Kleingruppen wurde der sichere Umgang mit der Gebirgstrage geübt, Standplätze wurden gebaut und verschiedene Maßnahmen der Ersten Hilfe wiederholt. Das Highlight des Tages bildete wohl die „Handybergung“ am Lassingfall. Das Smartphone eine Gastes stürzte am Vortag einige Meter den Wasserfall hinunter und war nicht mehr zu erreichen. Die Kinder stellten sich der Herausforderung und seilten sich entlang des Lassingfalls ab und retteten das Handy – unversehrt. Den stimmungsvollen Abschluss des ersten Tages bildete eine Wanderung auf den Hochstadelberg, wo die Gruppe den Sonnenuntergang mit Blick auf die umliegenden Gipfel genießen konnte.
Am zweiten Tag teilten sich die Jugendlichen entsprechend ihrer Erfahrung auf drei Touren auf. Eine Gruppe erkundete die eindrucksvollen Ötschergräben, eine weitere überschritt den Wildkamm mit seinen kurzen Kletterpassagen und die dritte Gruppe bewältigte den Klettersteig „Tristans Kirchbogensteig“ in den Spielmäuern. Jede Tour stellte andere Anforderungen, doch überall waren Ausdauer, Trittsicherheit und gegenseitige Unterstützung gefragt. Die gemeinsamen Erlebnisse am Berg sorgten für viele Gespräche und stärkten den Zusammenhalt der Gruppe zusätzlich.
Zum Abschluss führte eine Wanderung auf das Hennesteck. Am Ziel angekommen warteten Teamaufgaben auf die Kids bei denen Zusammenarbeit, Kreativität und Kommunikation gefragt waren. Dass die Jugendlichen in den vergangenen Tagen zu einem starken Team zusammengewachsen waren, zeigte sich dabei eindrucksvoll. Für den krönenden Abschluss hatten die Betreuer:innen noch eine Überraschung vorbereitet: Ein Flug mit der Zipline sorgte für Begeisterung und machte das Ende des Jugendlagers zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Nach drei erlebnisreichen Tagen hieß es schließlich Abschied nehmen – mit vielen neuen Eindrücken, erweitertem bergrettungstechnischem Wissen und vor allem mit zahlreichen neuen Freundschaften im Gepäck.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jugendlager und sind stolz auf unsere jungen Bergretter:innen, die wieder mit Begeisterung, Teamgeist und Freude dabei waren.
Fotos: © ÖBRD




