Nach erfolgreichen drei Jahren unter der Leitung von Dr. Matthias Cernusca als Landesleiter der Bergrettung Niederösterreich/Wien wurden er und sein Stellvertreter DI Johann Lehner im Amt bestätigt. Neu ins Führungsteam wurde Mag. Karl Weber, ebenfalls als Stellvertreter, gewählt.

Die aktuelle Pandemie zwang die Bergrettung Niederösterreich/Wien die jährliche Landesversammlung per Onlinekonferenz abzuhalten – was problemlos bewerkstelligt wurde. Als besonderer Punkt stand heuer wieder die Neuwahl der Landesleitung auf der Tagesordnung, welche gemäß Statuten alle drei Jahre stattzufinden hat. Aufgrund der Ausnahmesituation musste diese heuer per geheimer Briefwahl durchgeführt werden. Dabei wurden der Landesleiter Dr. Matthias Cernusca und sein Stellvertreter DI Johann Lehner von den wahlberechtigten Ortsstellenleitern mit großer Zustimmung im Amt bestätigt. Der bisherige Landesleiter-Stellvertreter Oberst Franz Lindenberg übergab seine Funktion an Mag. Karl Weber. Lindenberg, der jahrzehntelang in Niederösterreich und im Bundesverband der Bergrettung in höchsten Führungsfunktionen tätig war, wurde für sein außergewöhnliches Wirken große Anerkennung und Dank ausgesprochen.

Dr. Matthias Cernusca – hauptberuflich Rechtsanwalt in Klosterneuburg – bedankte sich bei den Ortsstellenleitern für ihr Vertrauen und blickte stolz auf die vergangenen drei Jahre seiner Tätigkeit zurück. Wesentliche organisatorische Verbesserungen, die sich für jeden einzelnen Bergretter positiv auswirken, konnten in der abgelaufenen Landesleitungsperiode realisiert werden. Cernusca möchte mit seinem Team auch in den nächsten Jahren dem Anspruch gerecht werden, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement aller 1350 Bergretterinnen und Bergretter zu schaffen. Neben der Forcierung der ortsstellenübergreifenden Einsatzübungen wird auch die Realisierung eines neuen Bergrettungszentrums in St. Pölten im Fokus stehen. Dass die Bergrettung als wesentlicher Pfeiler in der Rettungskette mehr denn je gebraucht wird, zeigen die stets steigenden Einsatzzahlen – nicht zuletzt wegen der Covid-19 Situation und dem damit verbunden „Run“ auf die heimischen Berge.
Neu in der Landesleitung konnte Mag. Karl Weber begrüßt werden. Er war bereits in den letzten Jahren im erweiterten Team der Landesleitung tätig. Beruflich ist er Geschäftsführer der Annaberger Lifte, ehrenamtlich ist er neben seiner Funktion als Bergretter in der Ortsstelle Mitterbach auch als Sanitäter beim Roten Kreuz Mariazellerland engagiert.

Auf der Landesversammlung wurde auch Lukas Turk, BSc. offiziell als Landesgeschäftsführer der Bergrettung Niederösterreich/Wien vorgestellt. Turk – selbst ehrenamtlicher Bergretter der Ortsstelle Reichenau – hat die verantwortungsvolle Aufgabe der Geschäftsführung im Juli 2020 übernommen und wird als einer der wenigen hauptberuflichen BergretterInnen in Österreich die Administration der Landesleitung führen und die Landesleitung bei der Umsetzung der anstehenden Projekte unterstützen.
Wichtige ehrenamtliche Funktionen auf Landesebene kamen ebenfalls zur Neubesetzung. So werden die Bergretterinnen Mag. Barbara Undeutsch und Susanne Dittler künftig die Landesfinanzen verwalten. Der Bergretter Oliver Himmel verantwortet seit einigen Monaten sehr erfolgreich die Pressearbeit, die nicht zuletzt für die Prävention von Bergunfällen eine wichtige Rolle spielt.