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Drei Bergretter von Landeshauptfrau Mikl-Leitner ausgezeichnet

28. Okt 2022 | Allgemein

Am 17.10.2022 zeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Landtagssitzungssaal des NÖ Landhauses drei Bergretter aufgrund ihrer langjährigen Verdienste um das Bundesland Niederösterreich sowie ihres Engagements bei der Bergrettung aus.

„Bei uns in Niederösterreich ist es eine gute und liebgewonnene Tradition, besondere Leistungen in den Mittelpunkt zu stellen und dafür Ehrenzeichen zu vergeben“, sagte die Landeshauptfrau in ihrer Festrede. “Gerade solche Anlässe wie heute bieten uns einerseits die Chance und die Möglichkeit, wieder Kraft zu tanken für die Herausforderungen, am Weg nach vorne. Und andererseits auch Danke zu sagen – nicht nur mit Worten, sondern auch mit sichtbaren Zeichen.“

Bergretter DI Hubert Köttritsch wurde mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Bundeslandes Niederösterreich ausgezeichnet. Er ist im Jahre 1979 in den Österreichischen Bergrettungsdienst eingetreten. 1984/1985 war Hubert Köttritsch Mitbegründer des Referates „Öffentlichkeitsarbeit“. Neben seiner Tätigkeit als Bergretter – er war Ersthelfer bei zahlreichen Bergunfällen (u.a. auch im Himalaya Gebiet) – leitete er ein einheitliches Erscheinungsbild der Bergrettung nach außen in die Wege. Hubert Köttritsch ist Maschinenbauingenieur und Unternehmer, Träger zahlreicher beruflicher als auch ehrenamtlicher Auszeichnungen und Mitglied der Bergrettung Amstetten sowie des Alpenvereins.

Bergretter Johannes Kurz wurde mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Bundeslandes Niederösterreich ausgezeichnet. Er begann sein Engagement als Bergretter 1984 in Türnitz. Bereits 1990 wurde aufgrund seiner alpinen Kompetenz und großen Engagements Einsatzleiter seiner Ortstelle und übernahm damit die erste wichtige Führungsfunktion. 2004 übernahm er die Funktion des Gebietseinsatzleiter Stellvertreters und etwas später dann die Funktion des Gebietseinsatzleiters. 2012 wurde er Landesausbildungsleiter und damit Hauptverantwortlicher für die medizinische, alpinistische und technische Ausbildung der Bergretterinnen und Bergretter in Niederösterreich und Wien. Hier hat er unter anderem wichtige Meilensteine wie das Mentoring-Systems für Bergretter in Ausbildung eingeführt, das bis heute wichtiger Bestandteil der Bergrettungsausbildung ist. Johannes Kurz ist Baumeister und Mitglied der Bergrettung Türnitz.

Bergretter Kurt Sommerer wurde mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Bundeslandes Niederösterreich ausgezeichnet. Er ist bereits über 44 Jahre  ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich als Bergretter engagiert und war Ortsstellenleiter in Mitterbach. Bei Unfällen ist er sowohl bei der Bergrettung Mitterbach als auch beim Roten Kreuz Mariazellerland als erfahrener Rettungsmann im Einsatz. Aufgrund seiner Erfahrung und Umsicht ist er ein gefragter Bergrettungsfunktionär, bis vor kurzem als Ortsstellenleiter-Stellvertreter der Ortsstelle Mitterbach und vor allem als Gebietsleiter im Bergrettungsgebiet NÖ-Mitte. Davor war er Ortsstellenleiter der Ortsstelle Mitterbach und interimistischer Landesleiter-Stellvertreter. Kurt Sommerer ist pensionierter Forstwart der Österr. Bundesforste und Mitglied der Ortsstelle Mitterbach.

Landesleiter Matthias Cernusca: „Stolz können wir heute auf die Bergrettung Niederösterreich/Wien sein – und im Speziellen auf unsere ausgezeichneten Bergretter Hubert Köttritsch, Johannes Kurz und Kurt Sommerer. Alle drei haben in ihrem persönlichen, langjährigen Engagement große Kompetenz, viel Herzblut und einen starken Willen bewiesen. Es kann zweifellos gesagt werden, dass sie mit ihrem Wirken die Bergrettung auf ein neues Niveau gehoben haben und damit dazu beigetragen haben, unsere niederösterreichischen Berge noch sicherer zu machen. Dafür sagen wir einen großen und tief empfundenen Dank!”

Abschließend schloss die Landeshauptfrau: „Die Herausforderungen um uns werden nicht weniger, sondern sie werden mehr. Und im Blick zurück sehen wir, dass Niederösterreich es immer wieder verstanden hat, durch das Miteinander, durch ein Zusammenstehen und ein Zusammenhalten, aus jeder Krise gestärkt hervorzugehen. Daher braucht es auch im Blick nach vorne weiterhin dieses Miteinander, das wir an unserer Bergrettung so schätzen und lieben.”, hob sie hervor. “Auch wenn der Weg des Miteinanders nicht immer der einfachste Weg ist, ist er doch der Beste für Land und Leute.“

Fotos: © NLK/Filzwieser

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