Die Bergrettung Niederösterreich/Wien ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bei jedem Wetter einsatzbereit, um bei Notfällen im unwegsamen, alpinen Gelände rasch und effizient helfen zu können. Bei diesen Notfällen handelt es sich aber nicht nur um Verletzungen, die sich beispielsweise SchifahrerInnen und Bergbegeisterte bei Stürzen zuziehen. Ebenfalls werden verschiedene Arten von medizinischen Notfällen versorgt – angefangen von Kreislaufproblemen, über Herzbeschwerden bis hin zu einem Atem-Kreislauf-Stillstand.

Sollte Letzteres eintreten, sind grundlegende Faktoren für eine erfolgreiche Wiederbelebung vonnöten: u.a. das ehestmögliche Absetzen eines Notrufs, der rasche Beginn der Herzdruckmassage sowie der frühzeitige Einsatz eines Defibrillators. Deshalb ist es umso wichtiger, die Flächendeckung von Defibrillator-Standorten voranzutreiben – und zwar nicht nur in der Ebene, sondern auch bei stark frequentierten Ausflugszielen im alpinen Gelände.

Da die Anschaffung von Defibrillatoren aber auch mit großem finanziellen Aufwand verbunden ist, freut uns die Unterstützung von Spendern umso mehr. Der Inhaber der Fahrschule Deutsch-Wagram, Herr Ing. Roland Zigala, spendete der Bergrettung Niederösterreich/Wien nun einen solchen Defibrillator, um bei schwerwiegenden Notfällen rasch helfen zu können.

„Die Zahl der Verunglückten auf den Straßen sinkt, hier leisten wir als Fahrschule einen aktiven Beitrag zur Sicherheit. Für mehr Sicherheit auf den Bergen können wir nur Freiwillige beim Retten unterstützen, was wir sehr gerne tun“, meint Ing. Roland Zigala. Als gebürtigem Tiroler und Milizsoldat ist ihm das alpine Gelände mit seinen Gefahren vertraut.

„Wir bemerken besonders, dass aus dem Großraum Wien viele Menschen in die
niederösterreichischen Berge kommen; das spiegelt sich auch in den Einsatzzahlen wieder“, sagt Landesleiter Matthias Cernusca. Beim Vergleich der Einsatzzahlen der Jahre 2019 und 2020 konnte bei medizinischen Notfällen im alpinen Gelände ein Anstieg von knapp 10 Prozent verzeichnet werden.

Deshalb ist geplant, den neuen Defibrillator im Frühjahr 2021 an einem Ort zu platzieren, der besonders häufig frequentiert wird. „Die Wahl fiel auf ein sehr beliebtes Ausflugsziel 50 Kilometer südlich von Wien, die Hohe Wand! Der gespendete Defibrillator wird künftig bei der ‚Hermannhütte‘ für die gesamte Bevölkerung zugänglich gemacht. Dies ist die Diensthütte der Bergrettung Hohe Wand direkt neben dem Skywalk. Bei schönem Wetter ist das Gebiet rund um den Skywalk ein Hotspot für Naturbegeisterte jeden Alters. Durch die leichte Zugänglichkeit ist es auch für Nicht-Alpinisten ein beliebtes Ausflugsziel“, berichtet Thomas Hackl, Bergretter der Ortsstelle Hohe Wand.

„Es freut uns sehr, dass niederösterreichische Unternehmen wie die Fahrschule Deutsch Wagram die Bergrettung bei der ehrenamtlichen Arbeit tatkräftigt unterstützen“, so Landesgeschäftsführer Lukas Turk. Nur durch finanzielle Spenden von Privatpersonen und Unterstützung von Unternehmen sowie dem Land Niederösterreich lässt sich das professionelle Rettungswesen in den Bergen Niederösterreichs aufrechterhalten.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien sagt vielen Dank!