Alpin Notruf: 140

Am Dienstag (21.8.) beschloss eine fünfköpfige Familie das schöne Wetter für einen Badeausflug an der Schwarza zu nutzen. Der Familienvater, Herr U., entschied sich jedoch um die Mittagszeit, gemeinsam mit einem Wanderer, mit dem er ins Gespräch gekommen war, ein Stück den Rudolfsteig (Rax) hinaufzugehen. Während der Begleiter bald umkehrte setzte Herr U. den Aufstieg alleine fort.

Gegen 17 Uhr traf der Begleiter von Herrn U. auf dessen Frau und erfuhr, dass ihr Mann bisher noch nicht zurückkehrt sei und sich auch nicht gemeldet habe. Gegen 20 Uhr erfolgte die erste telefonische Kontaktaufnahme mit Herrn U., der angab, „die Zeit vergessen zu haben“ und über einen anderen, nicht namentlich genannten Weg absteigen zu wollen.
Als Herr U. um Mitternacht noch immer nicht eingetroffen war nahm die Ehefrau erneut telefonischen Kontakt auf. Da ihr Mann am Telefon einen verwirrten Eindruck machte und nicht angeben konnte wo er sich befand verständigte seine Frau die Bergrettung.

Seitens der Bergrettung Reichenau wurde in der Nacht Gebietsalarm ausgelöst und eine umfassende Suche gestartet. Ein nächtlicher Hubschrauber-Suchflug verlief erfolglos. Gegen 7 Uhr früh wurde eine Mannschaft mit Suchhund auf die Rax geflogen und ein weiterer Suchflug war geplant.

Um etwa 8 Uhr konnte der vermisste Herr U. jedoch von einem vorbeikommenden Wanderer im unteren Drittel des Wachthüttelkammweges aufgefunden werden, der die Bergrettung verständigte. Herr U. hatte sich aufgrund eines Sturzes Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule sowie Abschürfungen zugezogen. Eine Mannschaft der Bergrettung stieg zu dem Verletzten auf, der in der Folge vom Hubschrauber (CH3) geborgen und ins Krankenhaus geflogen wurde.

Fotos: (c) Archivbilder ÖBRD