Alpin Notruf: 140
Schwerer Freizeitunfall auf der Gemeindealpe

Schwerer Freizeitunfall auf der Gemeindealpe

Am Samstag, dem 23.06.2018, ereignete sich gegen 16:45 Uhr ein schwerer Freizeitunfall auf der Gemeindealpe, bei dem eine 18-jährige Austauschschülerin aus Amerika erheblich verletzt wurde.

Die von 144 Notruf NÖ alarmierte Bergrettung Mitterbach rückte umgehend zum Notfallort aus. Dort angekommen versorgten Rettungssanitäter der Bergrettung die junge Freizeitsportlerin. Aufgrund des Verletzungsmusters wurde der Notartzthubschrauber Christophorus 3 alarmiert. Da ein Landen des Notarzthubschraubers vor Ort nicht möglich war, wurde die Patientin mit dem Bergrettungsfahrzeug zu einem geeigneten Landeplatz gebracht, wo sie schließlich in stabilem Zustand der Notarztmannschaft übergeben werden konnte.

Die junge Amerikanerin wurde mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung und Verletzungen unbestimmten Grades im Bereich der Wirbelsäule sowie der Schulter in das Landesklinikum St. Pölten geflogen. Im Einsatz standen die Bergrettung Mitterbach und der Notartzthubschrauber Christophorus 3.

Foto © ÖBRD NÖ/W

Nachteinsatz auf der Rax

Nachteinsatz auf der Rax

Am Donnerstagabend (21.6.) um 18:30 Uhr wurde die Bergrettung Reichenau zu einer Vermisstensuche gerufen. In Hinternaßwald kam ein holländischer Tourist und seine ebenfalls aus Holland stammende Begleiterin beim Aufstieg zum Habsburghaus (Rax) von der Schneealpe kommend vom markierten Weg ab.

Die Wege in diesem Bereich sind aufgrund von Vermurungen durch die Unwetter der letzten Tage teilweise schlecht erkennbar. Die beiden Wanderer stiegen über das Schotterfeld der „Roten Wand“ beziehungsweise des „Großen Grieß“ solange auf bis sie im Schrofengelände aus eigener Kraft weder vor noch zurück gehen konnten.

Unterstützt durch einen Hubschrauber des Innenministeriums wurden fünf Bergretter mittels Shuttleflug in die Nähe der unverletzten Touristen geflogen, ein zweiter Trupp versuchte zu Fuß die Beiden zu erreichen. Erschwert wurde der Einsatz von einem herannahenden Gewitter.

Gegen 21 Uhr konnte der erste Rufkontakt hergestellt werden und kurz darauf trafen vier Bergretter bei den Touristen ein. Sie wurden in Folge terrestrisch mittels Seilsicherung ins Tal gebracht. Die schwierige Bergung, an der zwei Alpinpolizisten, 15 Mann der Bergrettung Reichenau sowie sieben Mann der Bergrettung Mürzzuschlag beteiligt waren, konnte nach sechs Stunden um 0:30 Uhr beendet werden.

Foto © ÖBRD NÖ/W, OS Reichenau

Tödlicher Bergunfall am Schneeberg

Tödlicher Bergunfall am Schneeberg

In der letzen Maiwoche stand die Bergrettung Reichenau im Dauereinsatz. Die Bergretter wurden zu insgesamt 4 Einsätzen gerufen. Bei allen Fällen verletzten sich Touristen bei Stürzen.

Der folgenschwerste ereignete sich am Samstag den 2. Juni gegen 17 Uhr auf 1470 Meter Höhe am südlichen Grafensteig im Bereich des Saugrabens. Ein 70-jähriger Bergsteiger aus Pitten stürzte aus unbekanntem Grund über eine Felsstufe in die Tiefe, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.

Unterstützt von einem Team der Bergrettung Reichenau wurde der Verunfallte vom Notarzthubschrauber Christophorus III, die männliche unverletzte Begleitperson vom Hubschrauber des BMI – Libelle – mittels Tau geborgen und nach Hirschwang geflogen.
Der Einsatz an dem sieben Bergretter beteiligt waren konnte nach 3 ½ Stunden beendet werden.

Fotos © ÖBRD NÖ/W